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Worauf du beim gebrauchten iPhone-Kauf achten solltest

Die wichtigsten 10 Checks beim Kauf eines gebrauchten iPhones – von IMEI bis Akku-Kapazität. So vermeidest du Betrug und Fehlkäufe.

05. April 20266 Min. Lesezeit

1. iCloud-Sperre prüfen

Das wichtigste zuerst: Ein iPhone mit aktivierter iCloud-Aktivierungssperre ist wertlos, solange der Vorbesitzer sie nicht entfernt. Lass dir vor Ort zeigen, dass das Gerät bis zum Homescreen gestartet werden kann und keine Apple-ID-Abfrage erscheint. Ideal: Das iPhone wird vor deinen Augen zurückgesetzt (Einstellungen → Allgemein → iPhone übertragen oder zurücksetzen → Alle Inhalte und Einstellungen löschen).

2. IMEI gegen Blacklist checken

Wähle *#06# und notiere die angezeigte IMEI. Prüfe sie auf deals.repairspot.de oder über andere IMEI-Blacklist-Services. Eine gesperrte IMEI bedeutet: Das Gerät wurde als gestohlen oder verloren gemeldet – Finger weg.

3. Akku-Kapazität kontrollieren

Einstellungen → Batterie → Batteriezustand. Bei Akku-Kapazität unter 85 % solltest du mit einem baldigen Akku-Tausch (~80–100 €) rechnen. Unter 80 % zeigt iOS die Warnung "empfohlen ersetzen" – das ist kein Dealbreaker, aber verhandle den Preis.

  • 100–95 %: Akku wie neu
  • 94–90 %: guter Zustand
  • 89–85 %: okay, Tausch in 1–2 Jahren
  • unter 85 %: baldiger Tausch empfohlen

4. Display auf Pixelfehler prüfen

Öffne ein komplett weißes Bild (z.B. über die Kamera-App mit Blitz auf weiße Wand) und suche nach schwarzen Punkten, Linien oder Verfärbungen. Mache dasselbe mit einem schwarzen Bild – dann werden helle Pixelfehler sichtbar.

5. Alle Tasten und Funktionen testen

Lautstärke-Wippe, Power-Button, Stumm-Schalter, Face ID / Touch ID, beide Kameras (Front + Haupt), Taschenlampe, Lautsprecher, Mikrofon (Sprachmemo aufnehmen), Kopfhöreranschluss falls vorhanden, Ladebuchse. Nimm dir 10 Minuten Zeit – das ist es wert.

6. Wasser-Indikator checken

Bei iPhones sitzt der Wasserschaden-Indikator im SIM-Karten-Schacht. Ziehe die SIM-Karte heraus und leuchte mit einer Taschenlampe in den Schacht – ein weißer Streifen ist gut, ein roter Streifen bedeutet Wasserkontakt. Das ist ein großer Warnsignal.

7. Original-Ersatzteile oder Nachbau?

iOS zeigt unter Einstellungen → Allgemein → Info, ob das Display, der Akku oder die Kamera ein "Original-Apple-Teil" oder "Unbekanntes Teil" ist. Bei reparierten Geräten mit Fremdteilen kann die True-Tone-Funktion ausfallen oder Warnungen erscheinen. Das ist kein Dealbreaker, aber wertmindernd.

8. TechCheck anfordern

Wenn du dir unsicher bist: Lass das iPhone vor dem Kauf durch eine Partnerwerkstatt prüfen. Der TechCheck (13-Punkte-Prüfung) dokumentiert alle Funktionen transparent und gibt dir Sicherheit. Bei teureren Geräten (ab ~400 €) lohnt sich das fast immer.

9. Kaufbeleg und IMEI festhalten

Egal wie seriös der Verkäufer wirkt: Lass dir einen kurzen Kaufbeleg mit IMEI, Preis, Datum und Unterschrift geben. Das schützt dich vor späteren Streitigkeiten und du hast einen Nachweis, falls das Gerät doch auf einer Blacklist auftaucht.

10. Sicherer Übergabeort

Treffe dich nie bei Fremden zuhause. Nutze öffentliche Plätze oder – noch besser – eine unserer Partnerwerkstätten als Übergabeort. Dort kannst du das Gerät optional direkt von Profis prüfen lassen, bevor du bezahlst.